So werden Sie mit dem 3-Konten-Modell automatisch reich

Das 3-Konten-Modell

Eigenes Geld ansparen ist ein Prozess, bei dem nicht wenige Menschen scheitern. Zu entmutigend ist die Feststellung, dass trotz der Mühen und Vorsätze nicht wirklich viel am Monatsende hängenbleibt. Dabei gibt es unzählige Methoden, ganz einfach Bares zu sparen. Sei es für den Urlaub, die Verbesserung der Rente oder das Erfüllen eines langgehegten Traums. Eine simple Möglichkeit besteht darin, dass Sie über die Verwaltung verschiedener Konten Geld ansparen. Drei Konten genügen hierfür bereits. Wir stellen Ihnen die Idee hinter dem 3-Konten-Modell kompakt und nachvollziehbar vor.

Diesen Zweck erfüllen die 3 Konten

Beginnen wir mit dem Ersten der drei Konten. Dort herrscht der größte Geldfluss vor. Auf Konto Nummer 1 gehen Ihre Einnahmen in voller Höhe ein. Gleichzeitig werden dort alle Daueraufträge eingerichtet. Miete, Versicherungsbeiträge, Handy- oder Fitnessstudiovertrag sowie Energieversorger bekommen ihr Geld per Dauerauftrag. Darüber hinaus zahlen Sie von diesem Konto neben allen Fixkosten Ihre Einkäufe des täglichen Bedarfs. Unterm Strich wird das wohl knapp die Hälfte Ihrer Einkünfte verschlingen. Nachdem alle diese Transaktionen eingerichtet sind, fehlen noch zwei Weitere. Ein Dauerauftrag versorgt jeweils Konto Nummer 2 und Konto Nummer 3 mit Geld.

Ihr 2. Konto hat nur eine einzige Aufgabe, nämlich zu wachsen. Daher überweisen Sie einen Teil Ihrer Einnahmen direkt zu Monatsbeginn dorthin. Der Dauerauftrag sollte sich auf mindestens 10 bis 15% Ihrer monatlichen Einkünfte beziehen, damit etwas zusammenkommt. Der Anstieg Ihres Sparguthabens bedeutet ohne Zweifel ein Erfolgserlebnis. Je größer dieses für Sie ausfällt, desto stärker ist Ihre Motivation zum Weitersparen. Am besten beachten Sie dieses Konto nicht weiter. Es existiert nicht und Sie besitzen dafür noch nicht einmal eine EC-Karte. Hüten Sie sich unbedingt vor der Versuchung, auf dieses angesparte Guthaben zurückzugreifen. Erkundigen Sie sich nach den besten Konditionen, die Ihnen Banken für ein solches Festgeldkonto anbieten.

Konto Nummer 3 ist schließlich das Konto, von dem Sie Ihren Lifestyle finanzieren. Ausgaben, die Sie beispielsweise für das Feiern mit Freunden, Kino- oder Konzertbesuche haben, belasten dieses letzte Konto. Betrachten Sie es als eine Art eigenes Taschengeld, welches Sie monatlich für Ihr Freizeitvergnügen zur Verfügung haben. Eine vorstellbare Summe für Ihr 3. Konto könnten etwa 300 Euro jeden Monat sein. Damit verfügen Sie im Schnitt über 10 Euro an täglichem „Taschengeld“. Mit diesem Budget könnten Sie theoretisch jeden Tag ins Kino gehen und an der Kasse dazu ein Bier kaufen. Natürlich beziehen sich solche Zahlen nicht auf vorgegebene Muss-Werte. Letztlich spielt Ihr Gehalt ebenso eine große Rolle wie Ihre Fixkosten, die individuellen Bedürfnisse oder der Wille, ein Sparguthaben zu erreichen.

Betrachten Sie Sparziele langfristig

Bei Letzterem kann Ihnen das 3-Konten-Modell weiterhelfen, da Sie damit nachhaltig Geld auf die hohe Kante legen. Sie sind gewissermaßen gezwungen, ohne das Geld zu haushalten, welches am Monatsersten auf Konto Nummer 2 landet. Lassen Sie es sich beim monatlichen Sparbetrag z.B. um 400 Euro handeln. Auf 10 Jahre betrachtet, kommen ohne Zinsen allein 48.000 Euro zusammen. Denken Sie bei solchen Vorhaben stets langfristig, um auf größere Zahlenwerte zu kommen. Ihre Geduld zahlt sich dabei immer aus. Und noch ein letzter Tipp: Wählen Sie für Ihr 3-Konten-Modell ausschließlich Konten, die Sie für Führung, Buchungen oder andere Aktionen nichts kosten. Ein möglicher Wechsel Ihrer Bank lohnt sich letztlich nicht nur aufgrund eingesparter Kontogebühren. Mitunter profitieren Sie als Neukunde bei einer Bank sogar von einem Startguthaben als Willkommensbonus.

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9 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ach, wie nett. 50% vom Einkommen an Lebenshaltungskosten. Ich habe studiert, bin nun seit 14 Jahren im Job, netto gehen bei mir 1700 € ein, die 70 qm Wohnung kostet warm 1100. Völlig logisch, dass ich da gleich mal 170 bis 255 für sparen und 300 für Taschengeld zur Seite schaffen kann. 100 Euro reichen ja nun wirklich zum Leben. Ich kenne übrigens die Gehälter meiner Kollegen – auch nicht anders. Auf solche Spartipps können nur Menschen kommen, die überdurchschnittlich verdienen.

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    • Hallo Sabine, dann liegen deine Prioritäten aber einfach woanders. Aus deiner Rechnung entnehme ich, dass du keine Kinder hast. Wenn du weniger Miete zahlen würdest, könntest du auch mehr Geld sparen oder eben für deinen Alltag nutzen. Mit 1.100 Euro Warm-Miete für eine Person, bist du eher an der Obergrenze als an der Untergrenze. Alles kein Problem, wenn das für dich wichtig ist. Aber man kann eben nicht alles haben, sondern muss die Budgets verteilen, wenn man sparen will. Dazu muss man auch nicht überdurchschnittlich verdienen.

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    • Ich versteh beim besten Willen nicht, wie man bei dem Nettoverdienst 1100€ für Miete ausgeben kann? Ich weiß zwar nicht, wo du wohnst, aber rein rechnerisch lohnt es sich doch viel mehr einfach 30km aus der Stadt raus sich ne Wohnung für 500€ zu mieten und von dem was übrig bleibt sich ein günstiges Auto (Kleinstwagen) anzulegen. Der Unterhalt+Spritkosten zum Job wird monatlich mit Sicherheit weniger als 600€ kosten!

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  • Ich muss mich Sabines Ausführungen voll umfänglich anschließen. Miete, und dass ist seit Jahren bekannt, frisst inzwischen zu 40-50% der Einkünfte auf. Und eine günstige Wohnung finden in Zeiten des mangelnden Angebots bezahlbarer Wohnungen aus der Stadt raus und täglich pendeln? Mein Mann macht das seit 15, in Worten: fünfzehn , Jahren. Das ist massiv einschränkend für das Familienleben und sonstiges soziale Leben. Arbeitsplätze sind in einigen Berufen nicht zum Aussuchen. Ein Auto kaufen? Hallo, dafür müssten viele Menschen einen Kredit aufnehmen. Da freuen sich die Banken. Nicht zu vergessen der Umweltaspekt, der dabei baden geht und nach einem anstrengenden Arbeitstag noch eine Stunde oder zwei Stunden Rückfahrt, und zwar bei jedem Wetter… Ich sehe es wie Sabine. Solche Kommentare kommen von Menschen, die entweder gutes Einkommen haben oder wenig realitätserprobt sind.

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  • Ich wohne in der Innenstadt von Nürnberg mein Verdienst ist mit 1300 Netto nicht sonderlich gut dafür zahle ich aber nur 375 Euro miete mit Strom und Wasser. Mit Fixkosten und Spaßgeld kann ich 500 Euro im Monat zur Seite legen
    Es ist was anderes wenn jemand wie Sabine sagt sie möchte nicht sparen weil ihre Prioritäten woanders liegen aber nicht zu können ist eine billige Ausrede.

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  • Ich schließe mich auch Sabine an. Ich hab 558 Euro Kindergeld und verdiene 385 Euro dazu. Wir sind ein 5 Personenhaushalt. Nach Abzug von Schule (Essensgeld, Kopiergeld, Lektüren, etc), Versicherung, Telefon habe ich 125 Euro pro Woche für Essen, Kleidung und Kosmetikartikel. Wie soll das da gehen?

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    • Hi Birte, ganz klar: Es gibt Konstellationen, da lässt sich nicht viel wegsparen und wahrscheinlich ist es genau bei dir der Fall. Aber es ist am Ende eben nur ein Modell. Du kannst die Prozentwerte für dich verschieben und mit Sicherheit kannst auch du was sparen – dann vermutlich eben deutlich weniger.

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  • Ali Elkhaiat
    7. März 2019 21:28

    In meinen Augen sollte man sparen, nicht um zu sparen, sondern um zu investieren. Grant Cardone sagt dazu ganz schön: „Geld auf der Bank ist totes Geld.“

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  • Ich komme auf ca. 2000€ Netto und verdiene damit, meiner Meinung nach, als 20 Jähriger nicht allzu schlecht. Ich find das Prinzip super, da ich so meine „Problemchen“ mit dem Sparen haben: Ist Geld da, gebe ich es aus. Für Miete gehen ca. 800€ warm drauf, da ich mir eine 80m2 Bude in centraler Lage teile. Auto schlägt mit etwa 250€ zugute und somit habe ich schon über 50% abgedeckt, absolut kein Problem. Handy, Internet, Strom, Parkplatz, Bus&Bahn, Bausparer geben nochmal 350-400€ an Kosten dazu. Über den Rest habe ich meist den Überblick verloren und/oder den Großteil der Überbleibsl einfach liegen lassen und später für sonstige Investitionen drauf zugegriffen. Ich werde dies nun mal ausprobieren und schauen inwiefern sich mein Umgang mit Geld dadurch ändert…
    Zum Kommentar von Sabine kann ich nur sagen das hier die Prioritäten entweder anders gesetzt sind oder sie durch Lage oder sonstige Gegebenheiten vielelicht auch einfach keine andere Wahl hat. Ich schätze aber das es zum Ersten tendiert ^^

    Vielen Dank für den Beitrag.

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